Interview

Markus Haffert von den Fotonomaden hat ein E-Mail-Interview mit Eric Krügl geführt. Darin hat er ihn zu seinen Anfängen, seinen Fotostil, seine bevorzugte Ausrüstung und noch vielerlei mehr befragt. Hier einige Auszüge davon:

Hat sich dein Fotostil über die Jahre verändert und wenn ja, in welche Richtung?

Nach den ersten Jahren in der Event-Fotografie kam ich zu Baudokumentationen in die voestalpine und durfte über den Zeitraum von knapp 10 Jahren alle Anlagen und Großinvestitionen (Umbau des Hochofens, Kraftwerksneubeu u. dgl. m.) begleiten. Daraus entstanden sehr schöne Projekte, auch ein Zeitrafferfilm über den Zeitraum von 3 Jahren. Im Jahr 2009 hatte ich das Glück David Tejada, einen Pionier des »entfesselt Blitzens« kennen zu lernen. Seit diesem Zeitpunkt komme ich vom Thema entfesselt Blitzen und der dramatischen Lichtführung nicht mehr los. Dies führte mich von der Industriefotografie weg hin zur Portraitfotografie, bei der ich jetzt angelangt bin und auch in den nächsten Jahren bleiben werde.

Mit welcher Ausrüstung fotografierst du, was ist deine Lieblingskamera, was ist dein Lieblingsobjektiv und warum?

Ich begann mit Nikon und war dann für ca. 5 Jahre im Canon-Lager. Leider konnte ich mich nie mit dem Handling und der Menüführung von Canon hundertprozentig anfreunden. Mit dem Erscheinen der Nikon 3ds bin ich wieder zu Nikon rückgekehrt, was ich seither keinen Tag bereue. Neben der Ergonomie und der Menüstruktur ist das CLS (Creative Lighting System) einer der Gründe, warum ich wieder zu Nikon zurückgekehrt bin. Eine Lieblingskamera in dem Sinn gibt es nicht, da jeder Auftrag ein anderes Tool benötigt. Wenn ich im Event- und Actionbereich tätig bin, verlasse ich mich auf das Flagship: Die D4s. Bei dramatischen Charakterportraits, bei denen es auf Detailreichtum ankommt, greife ich zur D800. Sie gibt mir auch ausreichend Spielraum, wenn es ans Croppen geht. Im Urlaub oder auf Reisen verlasse ich mich auf die D7200.
Hier meine Objektivauswahl passend zu den jeweiligen Bodies:
D4s: 24-70 und 70-200
D800: 85er fix
D7200: 35 fix

Nicht jeder kann sich von Vornherein die teuerste Kamera und die beste Studioausrüstung leisten. Was reicht deiner Meinung nach für den Start und worin sollte man unbedingt investieren?

Ein gebrauchtes DSLR-Gehäuse, das 1–2 Generationen älter ist, als das aktuelle, kann man im Second-Hand-Bereich sehr günstig erwerben. Dazu empfehle ich 2 Fixbrennweiten im 1,8er Bereich – 35 mm und 85 mm. Canon sowie Nikon bieten hier sehr gute Objektive an. Warum sollte ich mir eine so alte Ausrüstung anschaffen? Vor 5 Jahren waren diese Geräte State-of-the-Art und vom Umfang der Features und der Qualität der Auflösung haben sie die ersten Digitalkameras, die die amerikanische Militäraufklärung über Jahre benutzt hatte, weit überflügelt.

Weiters empfehle ich ein günstiges Licht-Setup:

  • 1 leichtes Lichtstativ mit Schirmneiger
  • 1 Durchlichtschirm
  • 1 Blitz
  • 1 Funksender/-empfänger-Set

Mit diesem Set kann ich mindestens 80 % meiner professionellen Aufträge abwickeln. Man sieht, es braucht nicht viel, um seine Kreativität umzusetzen.

Das ganze Interview kann man auf fotonomaden.at abrufen.

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