Franz Beckenbauer

Franz Beckenbauer erlernte das Fußballspiel beim SC 1906 München. Als 13-Jähriger plante er 1958 den Wechsel zum TSV 1860 München. Als er jedoch während eines Spieles für den MSC mit einem Löwen-Spieler aneinandergeriet und dieser ihm eine Ohrfeige gab, änderte Beckenbauer seine Pläne und wechselte stattdessen zum FC Bayern München.

Im Alter von 18 Jahren debütierte Beckenbauer in der ersten Mannschaft der Bayern am 1. Spieltag der Aufstiegsrunde zur Bundesliga (6. Juni 1964) gegen den FC St. Pauli. Das Spiel endete 4:0 und Beckenbauer erzielte dabei sein erstes Pflichtspieltor.

1964 gehörte er zur bundesdeutschen Olympia-Auswahl, die in zwei Qualifikationsspielen der DDR-Nationalmannschaft unterlegen war.

Als Linksaußen oder im Mittelfeld spielte er in seiner ersten Saison in der Regionalliga Süd 1964/65 ab dem 8. Spieltag in der Stammformation der Bayern. Am 20. September 1964 erzielte er mit dem 4:1 und 5:1-Endstand gegen den ESV Ingolstadt-Ringsee seine ersten Regionalliga-Tore, insgesamt gelangen ihm 16 Tore, davon 5 per Elfmeter. Am Ende der Saison belegte Bayern München mit 55:17 Punkten und 146:32 Toren Platz 1 und stieg durch den Gruppensieg in der Aufstiegsrunde in die Bundesliga auf. Schon in der Regionalliga Süd spielte er zusammen mit Sepp Maier und Gerd Müller, mit denen er in den Folgejahren den deutschen Fußball bestimmte.

In der ersten Bundesliga-Saison verlor der FC Bayern München am 14. August 1965 (1. Spieltag) das erste Stadtderby der Bundesliga-Geschichte gegen den TSV 1860 München mit 0:1, und hatte am Ende als Dritter drei Punkte Rückstand auf die Sechziger.[6] Dafür gewannen die Bayern am 4. Juni 1966 das Finale um den DFB-Pokal, wobei Beckenbauer das Tor zum 4:2-Endstand gegen den Meidericher SV erzielte. Beckenbauer war auch der erste Spieler der Bayern, der einen Strafstoß verwandelte, nachdem er zuvor beim ersten überhaupt zugesprochenen an Tilkowski gescheitert war.

1967 konnte er mit dem FC Bayern als zweite deutsche Mannschaft überhaupt den Europapokal der Pokalsieger gewinnen und den DFB-Pokal verteidigen. Die Saison 1967/68 verlief jedoch eher enttäuschend: In der Bundesliga konnte nur der 5. Platz erreicht werden, im DFB-Pokal schied man im Halbfinale beim Zweitligisten VfL Bochum aus und die Nationalmannschaft konnte sich nach einem 0:0 in Albanien, bei dem Beckenbauer aber nicht mitwirkte, nicht für die Europameisterschaft in Italien qualifizieren.

1969 gewann er erstmals die Deutsche Meisterschaft mit dem FC Bayern, die zweite für die Münchner nach 1932. Als zweite deutsche Mannschaft gewann sie im Jahr der Meisterschaft auch den Pokal (Double). Dies war zuvor nur dem FC Schalke 04 1937 gelungen. Der Traum vom Europapokal der Landesmeister war aber schon in der ersten Runde nach einem 2:0 und 0:3 gegen den AS Saint-Étienne beendet.

In dieser Zeit wechselte Beckenbauer von der Position des Mittelfeldspielers auf den Liberoposten, von wo er jedoch weiterhin das Angriffsspiel seines Teams ankurbelte. Insbesondere die Doppelpässe mit Gerd Müller sorgten immer wieder für Verwirrung in der gegnerischen Abwehr. Zudem öffnete er durch lange Pässe das Spiel, wobei er das Außenristspiel perfektionierte. 1971 wurde erneut der DFB-Pokal gewonnen, in der Bundesliga konnte aber die erstmalige Titelverteidigung durch Borussia Mönchengladbach nicht verhindert werden. Am letzten Spieltag wurde durch ein 0:2 in Duisburg die Meisterschaft noch verspielt.

Von 1972 bis 1974 gelangen ihm mit dem FC Bayern dann aber als erstem deutschem Verein drei Meistertitel in Folge. 1974 war sein erfolgreichstes Jahr. Zunächst konnte am 33. Bundesliga-Spieltag der Meistertitel gesichert werden, dann gewann er mit dem FC Bayern als erste deutsche Mannschaft den Europapokal der Landesmeister. Außerdem holte er mit der Nationalmannschaft den Weltmeisterschaftstitel.

1975 und 1976 konnte er mit den Bayern den Europapokal der Landesmeister verteidigen und 1976 den Weltpokal gewinnen.

 

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